Dem Tierwohl verpflichtet


Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Öko-Test“ widmet sich dem Preiskampf im Lebensmittelhandel bei Schweinefleisch. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie viel Geld beim Schweinemäster ankommt – und was Verbraucher tun können, damit sich die Tierhaltung verbessert. Das Fazit vorweg: „Öko-Test empfiehlt daher Markenfleisch wie das der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH).“

 

Jede Woche flattern uns die bunten Prospekte der Discounter ins Haus. Der Preiskampf im Lebensmittelhandel tobt – auch und gerade bei Fleisch. Die Folgen für die Landwirtschaft sind gravierend: Immer größere Betriebe mit immer mehr Tieren unter Haltungsbedingungen, über die der Verbraucher - entgegen eigener Bekundungen - gar nichts wissen möchte.

 

Wird die groß angekündigte Initiative Tierwohl die Nutztierhaltung verbessern? Hier zahlen fast alle großen Lebensmittelhandelsunternehmen in einen Fond ein, der verbesserte Haltungsbedingungen von Schweinen finanzieren soll. 2015 soll das erste Schweinefleisch der Initiative im Handel verfügbar sein. Verbraucher bekommen dafür an der Fleischtheke der Supermärkte vielleicht ein Schnitzel von einem etwas zufriedeneren Schwein. Aber nur vielleicht - denn erkennen können sie es nicht. Tierwohl-Schnitzel werden nicht extra gekennzeichnet. „Öko-Test“ empfiehlt deshalb kategorisch: „Billigfleisch liegen lassen.“

 

Aber auch viele Markenfleischprogramme erfüllen die Anforderungen von „Öko-Test“ nicht. Zum Markenfleisch – Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (geschützte geografische Angabe) – der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall sagt das Verbrauchermagazin: „Das Programm stellt hohe Anforderungen an Tier- und Umweltschutz und sorgt so für mehr Tierwohl.“ Die Erzeugerrichtlinien sprechen für sich: Die Mitglieder verzichten auf genmanipuliertes Futter und geben ihren Tieren mehr Platz im Stall – 1,2 Quadratmeter statt gesetzlich vorgeschriebener 0,75 Quadratmeter. Und die Bauern erhalten 40 Cent mehr pro Kilo Schlachtgewicht: 2,03 Euro. Dass Schwäbisch-Hällische auf Stroh statt auf Spaltenböden aufwachsen, wird nicht extra aufgeführt, gehört aber auch zum Tierwohl.

 

Verbraucher können also etwas tun, damit sich die Tierhaltung verbessert. Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch gibt es im Übrigen nur im Fleischerfachgeschäft und in den Märkten der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft. Im Einkaufsführer auf www.haellisch.de finden Sie Adressen in Ihrer Nähe.

 

Sehen Sie hier den Artikel "Zum Schweinepreis" aus Öko Test 8/2014


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